Unser Herz schlägt für Knödel, egal ob aus Kartoffeln, Semmeln oder Brezen, ob groß oder klein, mit Füllung oder ohne – Knödel sind einfach unsere Leibspeise. Das hast du mit Sicherheit längst bemerkt. In der Regel sind die Knödel rund – aber wie es so schön heißt: Ausnahmen bestätigen die Regel, und deshalb darf ab und zu auch der Serviettenknödel auf unseren Tellern Platz nehmen. Du fragst dich jetzt vielleicht, warum der Serviettenknödel eine Ausnahme zum runden Knödel ist. Hier erfährst du, was diesen von unseren Burgis Knödeln unterscheidet.

 

Wie kommt der Serviettenknödel zu seinem Namen?

Wie bei Semmelknödeln, Brezenknödeln und Kartoffelknödeln kommt die Bezeichnung „Serviettenknödel“ nicht von ungefähr. Ist bei Semmelknödeln und Co. die Hauptzutat für die Namensgebung der Knödel verantwortlich, gibt bei den Serviettenknödeln die Zubereitungsart den Ton an. Statt viele kleine Knödel zu drehen, wird die Knödelmasse vor dem Garen zu einer Rolle geformt. Vor allem früher wurde diese in ein Tuch, eine Serviette, eingeschlagen und im Wasser oder Wasserdampf gegart. Heute nutzen viele auch je eine Schicht Klarsicht- und Aluminiumfolie.

 

Formen, Schneiden, Servieren

Von der Rezeptur ist der Serviettenknödel unserem Semmelknödel sehr ähnlich – nur in der Optik unterscheiden sie sich. Beide weisen Brotstückchen im Inneren auf, sind fluffig in der Konsistenz, aber der Serviettenknödel wird als Scheibe serviert. Das hat einen Vorteil: Durch die große Schnittfläche kann der Serviettenknödel Soßen gut aufnehmen. Auch beim runden Knödel gibt es dafür einen Profitipp von uns. Vielleicht kennst du diesen ja schon?

Der eine oder andere mag die Knödelscheiben aber auch leicht angebräunt. Wer die Scheiben kurz in etwas Butter ausbrät, erhält einen Knödel, der außen leicht knusprig und innen fluffig ist, mit einem Hauch von einer Butternote. Wer die Knödel in dünne Scheiben schneidet, kann so dann auch ein Knödelcarpaccio servieren.

 

Aus der böhmischen Küche

Vielleicht bist du auch schon mal einem anderen Serviettenknödel begegnet? Der sogenannte Böhmische Knödel ist eine Variante des Hefekloßes, die ebenfalls in Form einer Rolle gegart und dann Scheibe für Scheibe genossen wird. Wie der Name schon vermuten lässt, stammt das Rezept dafür aus der böhmischen Küche, der Küche der Tschechischen Republik, die unter anderem mit der österreichischen, ungarischen und auch der bayerischen Küche verwandt ist.

 

*Eine Rezeptidee zu Serviettenknödeln mit dem Thermomix findest du hier (Bildnachweis: Amelie de Boer).