Heißt es Knödel oder heißt es Kloß? Diese Frage bekommen wir von Burgis sehr oft gestellt und möchten nun endlich Licht ins Dunkel bringen. Die runden, kartoffeligen Gebilde sind deutschlandweit beliebt, kein Festessen ohne Knödel – oder heißt es doch Kloß? Die Verwirrung ist groß. Erfahre, was der Unterschied ist und welche Bezeichnung wo verwendet wird.

Unter den Bezeichnungen „Knödel“ und „Kloß“ versteht man das Gleiche. „Ein Kloß oder Knödel ist eine aus Teig hergestellte Speise in kugeliger Form, die als Hauptspeise, Beilage oder Suppeneinlage gegessen wird“, so auch die Bestätigung durch Wikipedia . Die Bezeichnung hat also etwas mit der Region zu tun, so, wie es zum Beispiel auch unterschiedliche Bezeichnungen für ein Butterbrot gibt, darunter Knifte, Schnitte oder Bemme.

Der Knödel-Kloß-Äquator verläuft ungefähr am Main entlang. Im Süden ist das Revier der Knödel. In Nord- und Westdeutschland dominiert der Ausdruck „Kloß“. Der Wortursprung stammt vom althochdeutschen Wort „Kloz“, das Klumpen, Knolle oder Kugel bedeutete. Im Plattdeutschen sagt man davon abgeleitet Klüten, in Nordfriesland Klump.

Kloß im Norden, Knödel im Süden

Im süddeutschen Raum und ganz besonders in Bayern sollte man unbedingt in der Gastwirtschaft Knödel bestellen. Auch in Österreich und Südtirol wird diese Bezeichnung für die beliebte Kartoffelspezialität gewählt. Das Wort „Knödel“ ist eine Verkleinerung vom mittelhochdeutschen Wort „Knode“, das einen Knoten beschreibt. Als bayerisches Familienunternehmen nennen wir uns daher Knödelspezialist, obwohl wir auch Kloßteig verkaufen – wir versorgen ja auch die ganze Nation mit unseren Produkten und sind in der Wortwahl variabel. Beim Geschmack und bei der Qualität machen wir natürlich keine Kompromisse.

Vielleicht hast du ja auch schon mal gehört, dass jemand von Gniedla gesprochen hat. Dann warst du sicher im Frankenland unterwegs, denn diese Wortwahl ist typisch fränkisch. Daran angelehnt werden die Gniedla auch als Gneedl oder Glües betitelt. Man hört aber auch Kleeß und Kließ. Manche dieser Bezeichnungen sind darüber hinaus in Süddeutschland und angrenzenden Gebieten geläufig.

Es gibt also einige Bezeichnungen für die runde Spezialität, was beweist, dass sie überall sehr gerne gegessen wird. Und seien wir mal ehrlich: Egal wie man sie nennt – Hauptsache, sie schmecken.