Schupfnudeln sind ja quasi die länglich geformten Verwandten des runden Knödels. Beide Schmankerl haben als Hauptzutat einen lockeren Teig aus Kartoffeln. Schupfnudeln aus Knödelteig sind einfach und schnell selbst gemacht. Wir verraten dir nicht nur eine genaue Anleitung, sondern du bekommst auch zwei super leckere Rezeptinspirationen – süß und herzhaft.

Schupfnudeln aus Knödelteig: Der Ursprung

Schupfnudeln sind im ganzen Land beliebt und in Süddeutschland sowie Österreich ein echter Klassiker. Die Basis bildet ein fluffiger Teig aus Kartoffeln, daher lassen sich Schupfnudeln auch aus Knödelteig herstellen. Doch dies war nicht immer so: Früher, als die Kartoffel noch nicht flächendeckend in Europa angebaut wurde, waren Weizen- und Roggenmehl die Grundzutaten. Schupfnudeln galten damals als richtiges Armeleuteessen und sie dienten während des 30-jährigen Krieges als Verpflegung für die Soldaten. Der Name kommt vom Ausdruck „schupfen“ und beschreibt die rollende Handbewegung, die man macht, um Schupfnudeln herzustellen – heute fast ausschließlich aus Kartoffeln.

Schupfnudeln aus Knödelteig: Die beliebtesten Gerichte

Die Kombination mit Sauerkraut und Speck ist eins der beliebtesten Gerichte, auch in Schwaben, wo Schupfnudeln meist „Bubenspitzle“ genannt werden. In Österreich werden Schupfnudeln oft in einer großen Pfanne als süße Variante mit Mohn bestreut serviert. Schupfnudeln sind wunderbar wandelbar – ob als deftiges Pfannengericht oder sättigende Beilage zum Fleisch, wie auch in der Kombination mit Puderzucker und fruchtigem Kompott. In jedem Fall sind sie echtes Soulfood und schmecken besonders gut, wenn sie selbst gemacht sind. Wer sich etwas Arbeit und Zeit sparen möchte, macht Schupfnudeln aus Knödelteig.

Schupfnudeln aus Knödelteig

Schupfnudeln aus Knödelteig: So gelingen sie perfekt

Der Burgis Knödelteig für Seidenklöße ist die perfekte Basis für zarte und lockere Schupfnudeln. Da dieser ausschließlich aus gekochten Kartoffeln hergestellt wird, hat er eine extra feine Struktur. Für die Zubereitung von Schupfnudeln aus Knödelteig wird er durch Weizenmehl und Ei ergänzt. Anschließend alles zu einer homogenen Masse verkneten. Den Teig auf etwas Mehl zu fingerdicken Rollen mit ungefähr 30 Zentimetern Länge formen und in fünf bis sechs Zentimeter lange Stücke mit jeweils ca. 50 Gramm schneiden. Danach können die Stücke in die typische Form der Schupfnudeln mit spitzen Enden gerollt werden. In einem großen Topf reichlich Wasser erhitzen, leicht salzen und die Temperatur wieder reduzieren, um die Schupfnudeln darin gar ziehen zu lassen. Genauso wie Knödel sind sie fertig gegart, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Das Alltagsphänomen des aufsteigenden Knödels haben wir schon mal in einem Blogbeitrag erklärt. Zurück zu den Schupfnudeln: Diese vorsichtig mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Schupfnudeln aus Knödelteig: Zwei leckere Rezeptinspirationen

Die gegarten Schupfnudeln lassen sich nun direkt als Beilage servieren oder auch mit etwas Öl in der Pfanne knackig anbraten. Wer das Besondere mag, für den sind unsere Lieblingsrezepte für Schupfnudeln aus Knödelteig genau das Richtige. Das Rezept für herbstliche Schupfnudeln aus Kloßteig kombiniert Schupfnudeln mit Pilzen, Walnüssen, jungem Spinat und Granatapfelkernen. Mit den Mohnschupfnudeln mit Beerensalat und Vanillesoße wird es verführerisch süß. Auch dieses raffinierte Rezept lässt sich dank der Verwendung von Knödelteig schnell und leicht zubereiten.